Der größte Wunsch eines 8 jährigen.                    Ich werde Musiker.
Für ihn stand schon sehr früh fest - Posaune spielen wird mein Beruf. Nach der Schule studierte er an der Musikhochschule. Seine Begeisterung und Leidenschaft wurde zum Beruf. Sein Arbeitsvertrag mit der Philharmonie war der Beginn seiner Karriere. Mit Liebe und üben, üben, üben. Ich lernte Ihn 1997 kennen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung was ein Musiker leisten muss, um mit dem Orchester in Einklang zu sein.

Er wurde 2002 mein Schwiegersohn, der Mann meiner Tochter und der Vater meiner wunderbaren Enkeltöchter. Wie ich ihn beschreibe? Ein junger Mann, der alles was er tut mit Liebe, Leidenschaft und Verantwortung durchführt.

Rückblick - 1997
Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor. August 1997, 21.30 Uhr Orchesterprobe zu Ende. Er fährt mit dem Fahrrad und der Posaune auf dem Rücken nach Hause. 

Auf einmal kreuzen zwei Jugendliche seinen Weg, zerren Ihn vom Fahrrad und schlagen auf den jungen Mann ein.
Folge Oberlippe muss genäht werden, Notoperation.

Anzeige bei der Polizei, das volle Programm. Täter konnten nicht ermittelt werden. Zu diesem Zeitpunkt unabsehbare Folgen. 


Als er uns das erzählte, hatte ich den flüchtigen Gedanken, das wird doch nicht das Ende seiner Berufslaufbahn sein.


Ja, das war der Anfang vom Ende! 2016 musste er den Beruf an den Nagel hängen.

Er spielt weiter trotz Schmerzen und zunehmender Einschränkung. Die Liebe zum Beruf ist größer bis, ja bis er auch psychisch, den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.

fokale Dystonie. 

Gängige Studien belegen:"Die Fokale Dystonie bei Musikern oder auch als  Musikerdystonie bekannt, ist eine aufgabenspezifische Bewegungsstörung die sich in einem Verlust der Willkürmotorik bei stark übertrainierten Bewegungen äußert. In vielen Fällen bedeutet diese Erkrankung das Ende einer professionellen Musikerkarriere. "   

Im übrigen muss man nicht erst zusammengeschlagen werden um "foklae Dystonie" als Diagnose zu bekommen.   Um so tragischer ist das,

Gutachter, Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Anwälte ect.  es bis heute nicht geschafft haben das Recht auf Gerechtigkeit durchzusetzten.  

es ist eine anerkannte Berufskrankheit   aber Recht zu haben und Recht zu bekommen sind zwei paar Schuh.  

Irreperapel !

und in diesem Fall besonders tragisch. Da der junge Mann seit Jahren diesen Unfall immer und immer wieder im Traum durchlebt.


Dieser Alptraum begleitet seit Jahren die gesamte Familie, psychisch und finanziell.

Ich denke, dabei kann Geld das Problem allein nicht lösen, die Auswirkungen aber mildern.


Mein Name ist Karin Scholz, Ihre Geschichte interessiert mich, schreiben Sie mir.